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Snapchat vs. Instagram-Stories

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Nach dem Launch des neuen Instagram Features “Instagram-Stories” herrschte zunächst große Verwirrung bei den Usern. Mit der neuen Funktion kann man jetzt nicht nur Bilder und Videos  hochladen, sondern auch ganze Live-Geschichten veröffentlichen, die für 24h verfügbar sind. Hört sich nach Snapchat an? Genauso ist es auch! Während alteingesessene Snapchatter den Dienst weitestgehend boykottieren, sagen Kritiker bereits den Untergang von Snapchat voraus.

Doch wie ähnlich sind sich die beiden App-Funktionen wirklich? Gibt es vielleicht doch Unterschiede? Und braucht man wirklich beide?

Diesen Fragen wollen wir hier näher auf den Grund gehen:

Was kann Snapchat:

Das Grundprinzip von Snapchat ist simpel: Man kann Fotos und Videos mit max. 10 Sekunden an seine Freunde verschicken und diese werden nach dem Ansehen gelöscht. Zudem kann man eine „Story“ erstellen, in der die aufgenommen Videos und Bilder für 24h gespeicherten werden und allen Followern zugänglich sind. Somit ist es gerade für Blogger ein ideales Tool, um ihre Fans auf Events oder Reisen mitzunehmen und ihnen Live-Einblicke aus ihrem Alltag zu gewähren. Dabei geht es vor allem um den Live-Charakter der Snaps. Schnappschüsse und Momentaufnahmen, die gerne auch mal schräg oder peinlich aussehen dürfen, lassen den Blogger noch persönlicher und authentischer für seine Follower wirken. On Top gibt es eine Vielzahl von Geofiltern, Textwerkzeugen oder Fotofiltern, mit denen man seine Snaps aufpimpen kann. Besonders beliebt sind die Gesichtsfilter, für die Snapchat berühmt geworden ist. Im Handumdrehen kann man sich auf dem Screen in ein Eichhörnchen mit piepsiger Stimme verwandeln oder mit einem wunderschönen Blumenkranz auf dem Kopf verzückt in die Kamera lächeln. Ein witziger Zeitvertreib, der vor allem Unterhaltung für die Zuschauer bietet. Für Blogger gibt es noch einen weiteren Vorteil: Für jeden einzelnen Snap kann man die genauen Views sehen, wodurch man auch mögliche Ursachen für Absprünge identifizieren kann. Auch die getätigten Screenshots von einzelnen Snaps werden genau angezeigt, sodass man eine ideale Interaktionsbasis mit seinen Followern hat, indem man z.B. zu einer Abstimmung per Screenshot aufruft.

Zugegeben, wer Snapchat zum ersten Mal nutzt, wird zunächst große Fragezeichen in den Augen bekommen. Ein benutzerfreundlicher Einstieg sieht wirklich anders aus. Aber ist man einmal dahinter gestiegen, ist die Nutzung sehr simpel und vor allem schnell.

Was kann Instagram Stories:

Das Prinzip von Instagram „Stories“ (kommt uns bekannt vor…) ist identisch mit dem von Snapchat. Die persönlichen Live-Geschichten werden 24h gespeichert und dann gelöscht. Soweit so gut. Aber leider kommen die Gestaltungsmöglichkeiten eher dürftig daher. Witzige Icons, Geofilter oder Gesichtsfilter? Fehlanzeige! Lediglich normale Mal- und Textwerkzeuge stehen zur Verfügung, die jedoch nur bedingt zur Verschönerung beitragen. Während Instagram normalerweise mit unendlich schönen und ästhetischen Fotos glänzt steht der Live-Stream mit sich selbst löschenden Inhalten im starken Kontrast dazu. Der schnelle Konsum von vergänglichen Inhalten verlangt nicht mehr nach perfekt inszenierten Fotos oder Videos, die mittlerweile zum Guten Ton auf Insta gehören. Reichweite-technisch hat die Foto-Sharing App jedoch einen klaren Vorteil gegenüber Snapchat. Während man bei Instagram seine Story mit all seinen bereits vorhandenen Followern teilen kann, muss man sich bei Snapchat erst eine gewisse Community aufbauen. Gerade für Neu-Snapchatter ist das nicht unbedingt einfach. Und die Gesamtzahl der User ist bei Instagram bei weitem höher, als bei dem kleinen Geist auf gelbem Hintergrund. Für Blogger, die gerade erst damit starten wollen, ist daher Instagram Stories in der Theorie eine super Alternative, um schnell seinen Content mit allen Followern zu teilen. Aber eben nur in der Theorie! Momentan hält sich die Rezeption der Live-Geschichten auf Instagram noch in Grenzen, da das Update erst seit kurzer Zeit verfügbar ist.

Die Usability der App gestaltet sich allerdings um einiges einfacher, als bei der Konkurrenz. Der kleine Button links in der Ecke bietet jedem zurückhaltend an, seine eigene Story zu erstellen, ohne gleich von einem Kamera-View erschlagen zu werden. Ein eindeutiger Pluspunkt für die App.

Ebenso wie bei Snapchat können die Zuschauer hier auf einzelne Posts reagieren und so mit dem Story-Owner in Kontakt treten (sofern er diese Funktion in seinen Einstellungen erlaubt hat).

Interaktionsmöglichkeit ist hier also möglich, aber nicht unbedingt vorgeschrieben.

Also was nun…?

Momentan steckt die Instagram-Funktion noch in ihren Kinderschuhen und kann noch nicht wirklich mit Snapchat mithalten. Aber die App bringt bereits einige gute Grundvoraussetzungen mit, um Snapchat ordentlich das Wasser bazugraben.

Ein größeres Angebot an Filtern und Icons wären dabei definitiv ein guter Anfang, da es gerade die kleinen Spielereien sind, die Snapchat so berühmt gemacht haben. Geben wir dem Instagram-Feature noch ein gewisse Zeit sich zu etablieren und dann sollte sich Snapchat in Acht nehmen. Denn der Luxus alles in einer App integriert zu haben, ist für viele verlockend. Instagram wäre dann die eine App, die alles in sich vereint – sowohl den beliebten Foto-Feed, als auch die populären Live-Stories. Wir sind gespannt,verfolgen die Weiterentwicklung und halten dich auf dem Laufenden!

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