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Neben dem Beruf einen Blog starten – so klappt es!

Bloggen ist wie Marathon laufen, hat neulich jemand zu mir gesagt. Ich glaube, da ist wirklich etwas dran. Meinen Gartenblog habe ich im Februar 2017 gestartet und bisher hatte ich zwei Momente, in denen ich das Tempo kurzzeitig zurücknehmen musste, um meine langfristigen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Damit Du beim Bloggen neben einem (Vollzeit-) Job nicht außer Puste gerätst, habe ich hier ein paar Tipps für Deinen Start als Blogger.

10 Tipps für eine gute Work-Life-Blog-Balance

1. Überlege Dir, was Du willst und entwickle eine Strategie

Bevor Du anfängst, solltest Du Dir kurz die Zeit nehmen und überlegen, was Deine Motivation und Deine Ziele fürs Bloggen sind. Möchtest Du anderen helfen? Planst Du eine Dienstleistung oder ein Produkt zu vermarkten? Willst Du neue Kontakte knüpfen und Gleichgesinnte kennenlernen? Hast Du vor, Dir einen Nebenverdienst aufzubauen? Möchtest Du ein tolles neues Hobby entdecken? Willst Du die Gesellschaft verändern?

All das kannst Du durchs Bloggen erreichen, Du solltest Dir aber vorab überlegen, in welche Richtung Du gehen möchtest und Deine Strategie entsprechend aufbauen.

2. Definiere Deine Zielgruppe

Überlege Dir im nächsten Schritt, wer Deine potenziellen Leser sind. Mein eigener Blog hat z.B. eine recht klar definierte Zielgruppe: ich möchte Menschen helfen, die Schrebergarten-Anfänger sind oder die gerade überlegen, einen Kleingarten zu pachten. Für sie gibt es auf meinem Blog Gartentipps, Inspirationen, DIYs und Tutorials zum Basteln mit Naturmaterialen, aber auch Rezepte und Anregungen, wie man seine Ernte haltbar machen kann. Ich habe mir stellvertretend für meine Leser drei konkrete Personen mit Name, Alter, etc. erfunden. Beim Schreiben stelle ich mir vor, welche Probleme sie haben und welche Fragen sie mir stellen würden.

3. Mache Dir einen Plan und halte Dich daran

Egal ob Du täglich, einmal pro Woche oder einmal im Monat bloggen möchtest: Ich empfehle Dir auf jeden Fall mit einem zumindest groben Redaktionsplan zu arbeiten. Mit ihm kannst Du Deine Themen und Artikel planen und vorstrukturieren. So behältst im Auge, wann es sinnvoll ist Fotos zu machen und es fällt Dir leichter Deadlines, z.B. für Kooperationen oder Gastartikel einzuhalten. Der Redaktionsplan ist mein wichtigstes Instrument um Job, Familie und Blog unter einen Hut zu bringen.

4. Baue Dir eine Community auf, aber verzettle Dich nicht

Je nach Thema Deines Blogs bieten sich vielleicht andere Plattformen an, aber meine Community habe ich bei Instagram gefunden. Hier folge ich anderen Garten-Verrückten, wir geben uns gegenseitig Tipps und einige von Ihnen habe ich mittlerweile auch schon persönlich kennengelernt. Mach Dir hier keinen Stress – Du brauchst nicht tausende Follower! Wenn die richtigen Leute dabei sind, kannst Du auch in einer kleineren Runde richtig Spaß haben. Und denke immer daran: sharing is caring – achte also darauf, dass Du Deiner Community immer so viel zurück gibst, wie Du von ihr bekommst.

5. Achte bei Deinen Artikeln auf den richtigen Themenmix

Anfangs dachte ich, dass jeder Artikel total ausgefallen sein muss, da alles was „normal“ ist, wahrscheinlich schon ganz oft geschrieben wurde. In einigen Bereichen gibt es schon eine Vielzahl an Blogs und vieles wurden schon ausführlich erklärt. Das macht aber nichts – niemand außer Dir sieht das Thema mit Deinen Augen. Bei meinen Lesern kommen z.B. gerade ganz einfache Ideen sehr gut an, und ich habe den Eindruck, dass sie sich besonders über Tipps freuen, die sie ohne viel Aufwand nachmachen können. Nur ungefähr jeder fünfte Artikel hat jeweils einen ausgefalleneren Inhalt und richtet sich an Menschen, die schon länger gärtnern.

6. Besuche Konferenzen und Netzwerktreffen innerhalb und außerhalb Deiner Nische

Das Schönste am Bloggen ist für mich der Austausch mit Gleichgesinnten. Bei Instagram sind wir wie gesagt eine richtig tolle Garten-Community, und das einmal pro Jahr stattfindende Gartenbloggertreffen ist für mich schon ein fester Termin, fast wie Geburtstag oder Weihnachten.

Sehr gerne gehe ich auch zu den Veranstaltungen der Blogfoster Academy, da es dort immer spannenden Input gibt und sich dort Blogger aus ganz unterschiedlichen Bereichen treffen. Bei solchen Events kannst Du auch leicht Kontakte für gemeinsame Aktionen oder Gastartikel knüpfen, da z.B. ein Mama-Blog gut einen Artikel zum Thema „Gärtnern mit Kindern“ von mir veröffentlichen könnte und wir beide davon profitieren würden. Sicher findest Du für Dein Thema auch interessante Kooperationspartner.

7. Mach Dich fit in Sachen Pinterest und Google

Wenn Du möchtest, dass Deine Texte auch gelesen werden oder Du vielleicht längerfristig Kooperationen mit Firmen anstrebst, dann spielt auch irgendwann die Reichweite Deines Blogs eine Rolle. Mache Dich dafür schlau in Sachen Google SEO und Pinterest. Beide Quellen können Deinem Blog schon innerhalb des ersten Jahres mehrere Tausend Leser pro Monat bescheren.

8. Schreibe Artikel auf Vorrat

Mein wichtigster Tipp für entspanntes Bloggen: Sorge dafür, dass Du immer mindestens einen fertigen Artikel in der Schublade hast. Diesen kannst du veröffentlichen, wenn Du spontan verreist, falls Du krank bist oder etwas anderes Unvorhergesehenes passiert.

Ich schreibe häufig auch Rohtexte für mehrere Artikel auf einmal, dann muss ich diese zu gegebener Zeit nur noch feintunen. Außerdem tut es Texten oft gut, wenn sie eine Weile liegen. Ein paar Tage später fallen Dir vielleicht noch andere wichtige Aspekte ein, mit denen Du Deinen Beitrag noch anreichern kannst.

9. Suche Dir eine feste Zeit zum Schreiben

Ich schreibe meist samstagmorgens. Ich versuche früh aufzustehen und arbeite ca. 2-3 Stunden an meinen Texten. Wenn später der Rest der Familie aufwacht, habe ich meine To-Do‘s für den Blog schon erledigt und wir können den Rest des Wochenendes gemeinsam verbringen. Die Bilder für meine Artikel fotografiere ich übrigens meist unabhängig vom Text, da ich für sie oft besondere Requisiten oder Lichtverhältnisse benötige.

10. Plane auch feste Auszeiten

Neben Familie und Beruf zu bloggen kann auch zur Belastung werden. Nämlich dann, wenn auf einmal nie mehr „nichts“ ist. Man könnte ja immer noch mehr schreiben, die eigenen Inhalte über Social Media teilen und noch mehr interessante Veranstaltungen besuchen. Pass hier auf jeden Fall gut auf Dich auf und plane feste Zeiten zum Entspannen ein, damit Du den Marathon auch durchhältst und irgendwann glücklich an Deinem selbst gewählten Ziel ankommst.

Durch meinen Blog habe ich vor allem sehr viele tolle Leute kennengelernt, denen ich sonst niemals begegnet wäre – ich laufe also gerne noch eine weitere Runde auf meinem Weg.

Falls Du Dich für‘s Gärtnern interessierst, egal ob im Garten oder auf dem Balkon, dann schau gerne mal bei mir vorbei auf www.hauptstadtgarten.de.

Über Carolin Engwert:

Carolin Engwert ist im Alltag Grafik- und Webdesignerin. In ihrer Freizeit schlüpft sie in die Rolle der Hauptstadtgärtnerin und schreibt einen Gartenblog. Am liebsten hätte sie immer in der einen Hand eine Gartenschere und in der anderen ein Handy, denn in ihrem Berliner Schrebergarten gibt es immer was zu schneiden, zu fotografieren oder aufzuschreiben.