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Nachgefragt bei youcantellanybody

Erfahrungen mit blogfoster
blogfoster: Beschreibe Dein Instagram Profil in 3 Hashtags.                                                        

Anna: #ootd #fashion #lifestyle

blogfoster: Was bedeutet Dein Instagram- und Blog Name „youcantellanybody“ bzw. warum hast Du Deine Seiten so genannt?

Anna: Bei mir gab es zuerst Instagram und da wollte ich einen Namen wählen, der anders ist. Es gab zu der Zeit schon viele Blogger, die das Wort Fashion oder ihren eigenen Namen in das Instagram Profil integriert hatten, ich wollte aber etwas anderes. Zu der Zeit war mein Lieblingslied “Your Song” von Ellie Goulding und da kommt der Satz “And you can tell everybody this is your song” vor. Der Name youcantelleverybody war leider schon vergeben, daher habe ich ihn etwas abgewandelt in “youcantellanybody”. Logischerweise habe ich den Blog dann auch so benannt, um das Ganze einheitlich zu gestalten.

blogfoster: Was war Dein erster Instagram Post? Kannst Du Dich noch erinnern?

Anna: Ja, da kann ich mich noch ziemlich genau erinnern, da ich von einem Tag auf den anderen mit Instagram angefangen habe. Ich studiere auf Lehramt und war gerade in der Praktikumsphase an einer Schule. Ich hatte morgens eine schöne Bluse angezogen und meine Mutter hat davon ein Bild gemacht, welches ich später hochgeladen habe. Ich glaube aber, das Bild ist nicht mehr online.

blogfoster: Viele Instagrammer löschen ja einige ihrer Bilder im nachhinein, weil sie nicht mehr zum Feed passen. Wie stehst Du dazu?

Anna: Ich habe auch ein paar von meinen ersten Bildern gelöscht. Man entwickelt seinen Stil ja doch weiter und auch seine Fotografie-Kenntnisse. Ein paar der alten Bilder waren mir im nachhinein dann doch etwas zu peinlich.

blogfoster: Wie viel Zeit benötigst Du, Deinen Erfahrungen nach, für einen Sponsored Post auf Instagram?

Anna: Das ist wirklich sehr unterschiedlich und kommt ganz auf den Kooperationspartner an. Bei einigen Marken, wie etwa Lovables, muss man eine Kulisse extra herrichten und kann das Produkt nicht einfach in seinen Alltag bzw. in sein Outfit integrieren, wie etwa bei einer Klamotten- oder Sonnenbrillenmarke. Dann dauert es aufgrund der Ideenfindung und des Fotografierens schon etwas länger und kann durchaus bis zu ½ Tag in Anspruch nehmen. Die Bildbearbeitung geht bei mir aber relativ schnell. Da benötige ich pro Bild maximal 20-30 min, wobei ich bereits beim Fotografieren darauf achte, dass alles stimmt. Letztlich kommen dann noch mal 1-2 Stunden für das Posting und Community Management hinzu.

blogfoster: Wie sieht eine perfekte Kooperation mit einer Marke für Dich aus?

Anna: Ich finde, man sollte sich vorab gut absprechen. Viele Marke schränken Blogger leider zu stark ein und bremsen damit ihre Kreativität. Oft muss man sich an bestimmte Vorgaben halten und das Produkt im Bildmaterial sehr präsent zeigen. Als Blogger weiß man schon vorher, dass das bei der Followerschaft nicht wirklich gut ankommt. Ich würde mir wünschen, dass Marken den Bloggern dahingehend eine Art Vertrauensvorschuss geben und etwas mehr Freiraum ermöglichen. Was mir noch sehr wichtig bei einer Kooperation ist, ist das Thema Erreichbarkeit. Wenn feste Postingtermine und Abgabefristen ausgemacht sind, ist es wichtig, dass man rechtzeitig eine Rückmeldung erhält und nicht in der Luft hängen gelassen wird.

blogfoster: Worin siehst Du Vorteile bei der Zusammenarbeit mit blogfoster im Gegensatz zu direkten Kooperationen?

Anna: Ich finde bei Euch ist alles immer sehr gut getimt und organisiert. Durch die Vorschau-Abgabe weiss ich, dass mein Posting nach der Bestätigung sofort online gehen kann. Das vermisse ich bei direkten Kooperationen sehr, denn da gibt es oft kein Feedback vorab. Selbst wenn eine Vorschau bei einer direkten Kooperationen möglich ist, erfolgt eine Rückmeldung oft nicht rechtzeitig. Im schlimmsten Fall hat man zur Abgabefrist kein Ersatzbild zur Verfügung. Ich glaube blogfoster weiss einfach, was alles dahinter hängt. Dieses Verständnis fehlt Marken oft, da sie sich relativ wenig mit Social Media beschäftigen. Selbst wenn sie eine eigene Marketingabteilung haben, herrscht oft Unverständnis hinsichtlich Zeitmanagement. Außerdem versuchen viele Marken den Preis zu drücken oder wollen gar nicht bezahlen.

blogfoster: Hast Du einen Content Plan?

Anna: Ja, ich habe so etwas. Nicht ganz strikt und nicht für jeden Tag, aber ich habe einen groben Plan. Ich setze mich Anfang des Monats hin und schaue was für Kooperationen ich für diesen Monat habe und wie ich diese optimal verteilen kann. Außerdem schaue ich, wann ich realistisch gesehen Bilder machen kann.

blogfoster: Welche Tools benutzt Du für Deine Fotobearbeitung und kannst unseren Lesern weiterempfehlen?

Anna: Ich mache alle meine Bilder mit dem Iphone 7 Plus und finde, dass das Handy eine wirklich gute Kamera hat. Für kleine Korrekturen an der Haut oder um Details vorzuheben nutze ich meistens Facetune, allerdings bin ich kein Freund von Entfremdung. Ansonsten benutze ich noch VSCO und lege damit einen einheitlichen Filter in unterschiedlicher Stärke über alle meine Bilder, um die Einheitlichkeit in meinem Feed zu gewährleisten. Regelmäßig nutze ich auch Snapfeed, um Helligkeit und Kontrast zu regeln oder die Sättigung im Hintergrund anzupassen. Außerdem habe ich noch eine Feedplanner-App, mit der ich schauen kann, wie das Bild in meinen Feed passt. Kleine Feinheiten passe ich mit den Instagram-Filtern an.

blogfoster: Du hast schon fast 60.000 Follower auf Instagram. Was hat Dich Deiner Meinung nach so erfolgreich auf Instagram gemacht?

Anna: Ich glaube, es war ehrlich gesagt auch etwas Glück dabei. Ich bin jetzt schon knapp 2 Jahre dabei und als ich angefangen habe, war alles noch deutlich einfacher. Meine Bilder hatten zu dieser Zeit sicherlich noch nicht die Qualität von heute und dennoch hat es irgendwie gereicht. Ich befürchte, dass Mädels, die jetzt anfangen und damit durchstarten wollen, kaum noch eine Chance haben. Mittlerweile wollen es einfach zu viele. Ich bin auch immer wieder erstaunt, wie viele tolle, kleine Profile es doch gibt, die trotz wahnsinnig guten Bildern nur 1.000 Follower haben. Wenn man bereits eine gewisse Follwerbase hat, geht es noch, wer aber frisch startet, muss schon sehr herausstechen.

blogfoster: Hast Du einen ultimativen Tipp für alle, die eine Community auf Instagram aufbauen wollen?

Anna: Ich glaube, man muss sich immer selber treu bleiben. Wenn man nur schaut, was gerade in ist, verbiegt man sich. Was aber extrem wichtig ist, ist das tägliche Posten. Ich glaube, viele unterschätzen den Faktor Zeit einfach und denken, es reiche aus alle 2 Wochen mal was zu posten. Es ist sehr wichtig, dranzubleiben und jeden Tag qualitativen Content zu liefern, selbst wenn anfangs keine Kooperation dabei rumkommt.

blogfoster: Bei welcher Größe hattest Du Deine erste Kooperation?

Anna: Es war zwar keine bezahlte Kooperation, aber als ich 3.000 Follower hatte, bekam ich erstmals einen Bikini kostenlos zugeschickt.

blogfoster: Wer sind Deine Lieblings-Instagrammer?

Anna: Als ich angefangen habe, war ich ein sehr großer Fan von @xeniaoverdose und @milenalesecret.
Ich folge denen zwar immer noch sehr gerne, finde aber, dass die ganz großen Instagrammer immer unnahbarer geworden sind und ich mich mittlerweile weniger mit ihnen identifizieren kann. Es geht immer mehr um Designer und da kann ich mir keine Inspiration mehr holen. Ich folge ihnen aber immer noch sehr gerne.

blogfoster: Woher holst Du Dir Deine Inspiration?

Anna: Bei mir dreht sich hauptsächlich alles um Outfits, da hole ich mir die Inspiration meistens über Instagram. Man merkt relativ schnell, wenn es neue Trends gibt. Mittlerweile nutze ich zur Inspiration aber auch mehr und mehr Pinterest.

blogfoster: Vielen Dank für das Gespräch und Deine Zeit, liebe Anna!