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Meet the Speaker: Robert Levenhagen

Meet the Speaker: Robert Levenhagen, InfluencerDB
Meet the Speaker: Robert Levenhagen, InfluencerDB

Als einer der führenden Experten in Europa auf dem Gebiet des Influencer Marketings beschäftigt sich CEO und Mitbegründer Robert Levenhagen von InfluencerDB tagtäglich mit Influencern, Unternehmen, Marken, Plattformen, aber auch mit Skalierbarkeit, Kennzahlen, Effektivität und Strategien. Er arbeitete bereits mit verschiedensten Unternehmen weltweit zusammen, um eine messbare Influencer Marketing Strategie zu entwickeln: InfluencerDB hat die Mission Inluencer Marketing einfach, transparent und datengesteuert zu machen, sodass es Unternehmen schaffen können, die Macht der digitalen Influencer zu zügeln.

Robert wird auf der diesjährigen CEBIT!signals über seine Erfahrungen als Gründer von InfluencerDB und vor allem über den Wert eines Influencers sprechen. Wir konnten ihm im Zuge der Interview-Reihe “Meet the Speaker” bereits einige Fragen stellen.

In einem Interview hast du einmal gesagt, dass die Existenz von Influencern eigentlich nichts Neues sei. Gab es dennoch in den vergangenen Jahren irgendwelche Entwicklungen im Influencer Marketing, die dich trotzdem überrascht haben?

Robert: Naja, es hat sich vor allem auf Instagram einiges bezüglich gesponserten Beiträgen getan – was aber eigentlich keine große Überraschung für mich war. Um gegen die drohende Ermüdung, was den Inhalt der Beiträge betrifft, anzukämpfen, müssen die Influencer heutzutage ihre Werbeanzeigen vorsichtiger als je zuvor in ihren organischen Content einbauen. Sie müssen sich neue und kreative Wege ausdenken, damit ihre Follower sich nicht gleich mit gesponserten Produkten bombardiert fühlen. Das funktioniert zum Beispiel am besten über Instagram Storys, weil die Influencer dort ihre Follower raffiniert in ihre persönlichen Leben einbinden können. Ich konnte außerdem mit Freude beobachten, dass fortschreitend immer mehr Daten verwendet werden, um Influencer Kanäle zu analysieren und die Ergebnisse von Kampagnen zu bewerten.

Was war der Auslöser oder der genaue Moment als du die Idee für InfluencerDB hattest?

Robert: Ich hatte erst einmal ein Unternehmen namens Silk & Salt zusammen mit meinem Mitbegründer David Bosse gegründet, um mit Fashion Bloggern zu arbeiten. Dabei merkten wir schnell, dass das größte Problem darin bestand, dass die Marken das Potential von Influencer Marketing erkannt haben, aber keine konkrete Strategie dafür entwickeln konnten. Wir hatten das Gefühl, dass sich bald ein neuer Trend im Marketing ergeben wird, weil die Konsumenten begannen, eine ganz andere Beziehung zu den Produkten zu entwickeln. Jeder wollte zu dem Zeitpunkt plötzlich Influencer Marketing im eigenen Unternehmen implementieren – nur wusste keiner so richtig, wie man messbare und zuverlässige Prozesse schafft, die nicht hunderte Stunden an Zeit, tausende Euros oder sogar den gesamten Ruf des Unternehmens kosten würde. Also ist 2015 InfluencerDB geboren.

Influencer Marketing ist jetzt an dem Punkt angekommen, wo sich euphorisches Experimentieren in Professionalität umwandelt. Was für Möglichkeiten siehst du diesbezüglich für die Branche? Gibt es irgendwelche Aspekte die von diesen Tendenzen negativ betroffen sind?

Robert: Influencer Marketing ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Marketing-Mixes geworden. Man hat erkannt, dass es weitaus mehr als nur ein Hype ist und genauso ernst genommen werden sollte, wie jedes andere Marketinginstrument. Das heißt aber auch, dass beispielsweise bei der Preisfindung für Influencer Kampagnen ein standardisierter Ansatz notwendig sein wird. Besonders erfolgreiche Influencer werden natürlich immer anspruchsvoller, wenn es um den Preis und die Aufmerksamkeit geht. Außerdem sorgen der Wachstum der Branche und die bis ins Unendliche ansteigende Anzahl an Unternehmen, die Influencer Marketing machen wollen, auch für mehr Konkurrenz. Daher ist es heute insgesamt viel schwieriger Influencer Marketing richtig einzusetzen, als es vielleicht vor drei Jahren war, wo so ziemlich jeder, der dieses Thema irgendwie ernst genommen hat, erfolgreich damit sein konnte.

Wie geht ihr als Plattform, die mehr oder weniger von den Algorithmen und programmatischen Zuständen der verschiedenen Sozialen Netzwerken abhängig ist, mit Herausforderungen auf dem Gebiet von Social Media um?

Robert: Wir wurden tatsächlich von den neuesten Instagram API Zugangsbeschränkungen betroffen. Für uns ist die API fast schon nutzlos geworden. Zum Glück haben wir diese Veränderungen kommen sehen und konnten uns in den letzten Jahren gut darauf vorbereiten, sodass die neuesten API Regelungen unsere Kunden nicht betreffen. Der “Feed” Algorithmus betrifft unsere Software zum Beispiel überhaupt nicht, da wir davon komplett unabhängig handeln können. Wenn es einen neuen Instagram Algorithmus gibt, werden unsere Kunden diese Veränderungen nicht mitbekommen. Wir haben aber unsere Software auch nach und nach in Richtung Influencer Relationship Management bewegt, damit wir uns mehr auf die Daten verlassen können.

Was ist der größte Trugschluss den Marken über Influencer Marketing haben? Gibt es irgendwelche Pioniere im Influencer Marketing an denen sich Marken ein Beispiel nehmen können?

Robert: Der wirklich größte Trugschluss ist, dass Influencer Marketing unabhängig vom Marketing-Mix läuft. Es ist nämlich im Gegenteil besonders effektiv, wenn man Influencer Marketing als wesentlichen Bestandteil des Marketing-Mixes des gesamten Unternehmens sieht, anstatt es in jeder Abteilung einzeln und unabhängig zu betreiben.

Eine internationale Marke, die diesen Ansatz sehr gut verinnerlicht hat, ist das Uhren- und Fashion-Unternehmen Cluse. Diese Marke macht einen wirklich guten Job wenn es um die Integration von Influencern in die ganzheitliche Marketingstrategie geht. Es wird einfach ein Teil ihrer DNA.

Welche drei Veränderungen im Influencer Marketing wünschst du dir für 2018 generell und in Bezug auf deine Marke?

Robert: Ich denke als erstes, dass der rechtlichen Rahmen des Influencer Marketings, beispielsweise bei der Kennzeichnung gesponserter Beiträge, klare Definitionen braucht. Zudem müssen Unternehmen einen strategischen und ganzheitlichen Blick auf das Influencer Marketing einnehmen, und das nicht nur auf operativem, sondern auch auf Management Level. Keine Marke sollte die Zusammenarbeit mit einem Influencer als eine einmalige Sache betrachten.

Als letzten Punkt, sollte Influencer Marketing mehr datengetrieben sein, sodass Unternehmen eine Kampagnen nicht ohne wissenschaftliche Daten starten, um auf den Wert der einzelnen Influencern zu verweisen und den Erfolg der Kampagnen im Nachhinein messen zu können.

Was glaubst du wie Influencer Marketing im Jahr 2020 aussehen wird?

Robert: Den Großteil der Inhalte eines Unternehmens werden Influencer gestalten. Sie werden sogar die Hauptquelle für Content Creation darstellen. Marken können dann den qualitativ hochwertigen Inhalt nutzen und gleichzeitig von der Reichweite der Influencer profitieren. Der Inhalt wird dann an die unterschiedlichen Abschnitte der Customer Journey angepasst, sodass die Unternehmen schon im frühem Stadium vom Inhalt profitieren und starke Kundenbeziehungen aufbauen können.

Zudem werden wissenschaftliche Daten eine essentielle Rolle im Influencer Marketing einnehmen. Die meisten Unternehmen werden dann Daten nutzen, um ihre Kollaborationen und Kampagnen zu planen, auszuführen und zu bewerten. Influencer Marketing wird dann kein Rätselraten mehr sein, weil die Vermarkter über mögliche Herausforderungen und Hürden informiert sind. Letztendlich werden Unternehmen außerdem ein zentrales CRM (Customer Relationship Management) System haben, um alle Influencer Aktivitäten übersichtlich zusammenfassen zu können.

Mehr von Robert Levenhagen erfährst du auf der diesjährigen CEBIT!signals am 15.06.2018. Er wird hier mit weiteren Experten zum Thema “Der Wert eines Influencers” auf der Expert Stage diskutieren. Also komm vorbei und debattier gemeinsam mit Robert und weiteren führenden Köpfen der Branche!

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