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Erfahrungen mit blogfoster: Nachgefragt bei Kuchenbäcker

Erfahrungen mit blogfoster

Heute möchten wir Dir das erste Interview mit einem Food Blogger in unserem Format “Nachgefragt bei…” vorstellen.

Tobias bloggt bereits seit 2013. Er wurde von Freunden oft nach seinen Rezepten gefragt und startete aus diesem Grund sein Blog kuchenbaecker.com. Eine der letzten Kooperationen, die er mit blogfoster umgesetzt hat, war die Kampagne mit Mazzetti.

Falls Du auf der Suche nach einem neuen Rezept bist, schau doch mal auf dem Kuchenbäcker Blog vorbei. Interview mit Kuchenbacker

blogfoster: Wo findest Du Inspiration für Dein Blog?

Tobias: Das ist ganz unterschiedlich: Manchmal kommt mir eine Idee für ein Rezept, wenn ich über den Wochenmarkt schlendere, es kann aber auch sein, dass ich etwas in einem Restaurant probiert habe und dann angefangen habe zu experimentieren. Es kommt auch vor, dass ich irgendwo etwas gelesen habe, ich gehe einfach mit offenen Augen durch die Welt. Das kommt meistens ganz automatisch. Ich suche selten gezielt nach etwas, sondern lasse mich oft von meiner Umwelt inspirieren.

blogfoster: Wie viel Zeit investierst Du pro Woche in Dein Blog?

Tobias: Das ist schon relativ viel, weil ich das Bloggen ja mehr oder weniger hauptberuflich mache. Allerdings ist in den letzten Monaten relativ viel Zeit für zwei neue Bücher draufgegangen. Im nächsten Monat erscheint mein zweites Backbuch, im November mein drittes, ein Weihnachtsbackbuch. Da ist natürlich extrem viel Zeit reingeflossen und der Blog musste ein wenig hinten anstehen, weil die Buchprojekte Priorität hatten. Jetzt kann ich mich aber wieder voll und ganz auf meinen Blog konzentrieren.

blogfoster: Wie viel Zeit benötigst Du Deinen Erfahrungen nach für einen klassischen Sponsored Post (mit 400 Wörtern und 3 Bildern, Social Media Bewerbung)?

Tobias:. Von der Idee bis zum fertigen Blogbeitrag braucht es schon einiges an Zeit. Man muss Zutaten kaufen, ausprobieren, den Artikel schreiben, Bilder machen und die dann  bearbeiten. Wenn ich z.B. über ein Event schreibe, geht es in der Regel schneller, als wenn ich ein Rezept entwickele, vielleicht dazu vorher noch über die Marke recherchieren muss. Also zwischen 8 und 10 Stunden können da schon einmal zusammenkommen.

blogfoster: Es gibt ja immer wieder rege Diskussionen zum Thema Sponsored Posts in der Blogosphäre. Wie nehmen Deine Leser gesponserte Beiträge auf Deinem Blog wahr?

Tobias: Ich höre immer davon, dass Bloggerkolleginnen und -kollegen berichten, dass ihnen Leser abspringen oder sich Leser beschweren, wenn es zu viel Werbung auf dem Blog gibt. Diese Erfahrungen habe ich bisher zum Glück noch nicht gemacht. Ich weiss nicht, woran das liegt, dass mir diese Erfahrung bislang erspart geblieben ist. Ich fange  jeden Sponsored Post mit dem Satz “Dieser Beitrag enthält Werbung” an. Natürlich enthält er auch Werbung, aber die Ausdrucksweise ist in dem Fall vielleicht auch entscheidend.  Denn im Grunde genommen ist es, ob Werbung enthalten oder nicht, meine persönliche Schreibe, meine Idee, mein Rezept, meistens auch meine persönliche Geschichte, in die ein Produkt oder eine Marke integriert ist. Von daher finde ich das ganze nicht wirklich wild. Ich bin auch der Meinung, dass wir in Deutschland noch viel von unseren Nachbarn in Europa lernen können. In einigen europäischen Ländern, wie Frankreich, England und Italien oder aber auch in Amerika ist das Bloggen schon viel länger en vogue, da gibt es viel mehr Sponsored Posts auf den Blogs und da beschwert sich niemand. Und im Grunde genommen sollten sich die Leser freuen, dass sie kostenlosen Content bekommen, ganz gleich ob ein Rezept, ein Schnittmuster oder eine Bastelanleitung. Woanders müssen sie  dafür bezahlen, z.B. wenn sie ein Print-Magazin kaufen. Das ist nicht nur unsere Freizeit, die wir gerne investieren, sondern oft auch eine ganze Menge Arbeit und nicht zuletzt Herzblut, das wir da reinstecken. Wenn Unternehmen und Marken dann irgendwann auf unsere Expertise setzen oder unsere Meinung gefragt ist, bleibt es nicht aus, dass man eben auch Werbung für ein Produkt macht. In vielen Fällen sogar für ein Produkt, welches wir so oder so benutzt hätten. Und ganz gleich ob Print, TV oder auf einem Blog: Wer Werbung bucht, sollte sie auch bezahlen. Ich für meinen Teil werbe nur für Produkte, die ich gut finde und die ich mir auch ohne eine Kooperation gekauft hätte. Meine Authentizität ist mir einfach wichtig.

blogfoster: Wie ist das Verhältnis Sponsored Posts zu anderen Beiträgen?

Tobias: Im Moment mache ich relativ viele Kooperationen, weil ich viele passende Anfragen bekomme bzw. hat blogfoster gerade einige interessante Kooperationen, auf die ich mich beworben habe. Normalerweise versuche ich mich an ein Verhältnis von 2 zu 1 zu halten, sprich zwei Beiträge ohne Werbeinhalt zu einem Sponsored Post. Ich habe aber auch kein Problem damit, wenn ich einmal eine Phase auf dem Blog habe, wo ich mehr Werbung mache. Das ändert nichts an meiner Authentizität. Meine Werbebeiträge sind ausnahmslos als solche gekennzeichnet und es steht jedem Leser frei, ob er den Beitrag lesen möchte oder nicht. Er läuft dann aber auch Gefahr einen interessanten Beitrag oder ein leckeres Rezept zu verpassen.

blogfoster: Was war Deine Lieblingskooperation mit blogfoster?

Tobias: Die Kooperation mit Zespri Kiwi SunGold hat mir ganz gut gefallen. Und Mazzetti fand ich auch richtig gut, weil ich den Balsamico tatsächlich auch ohne die Kooperation ständig verwende.

blogfoster: Welche Vorteile ergeben sich für Dich durch die Nutzung von blogfoster, die Du zum Beispiel nicht hättest, wenn Du die Kooperation direkt eingehen würdest?

Tobias: Was bei blogfoster ganz gut ist, ist das Briefing. Die Checkliste mit den Häkchen finde ich prima. Da wünsche ich mir bei Agenturen tatsächlich manchmal detailliertere Briefings. Viele sagen, dass man die Blogger nicht einschränken sollte. Ich persönlich finde ein detailliertes Briefing immer noch am besten. Weil dann keiner zu Dir kommen kann und sagen kann, dass man sich das ein oder andere doch anders vorgestellt hat. Die Erwartungen sind so von Anfang an klar formuliert und es gibt am Ende keine Überraschungen, die möglicherweise in Mehrarbeit ausarten könnten. Das kann Dir bei  einer Checkliste eben nicht passieren. Deswegen finde ich ich das Feature gut.

blogfoster: Wie würdest Du die Begriffe Influencer oder Blogger Deinen Großeltern oder kleinen Kindern erklären?

Tobias: Sehr gute Frage. Das muss ich eigentlich gar nicht. Meine Großeltern leben nicht mehr und haben das Internetzeitalter nicht erlebt. Sie wären aber sicher mächtig stolz, wenn sie noch leben würden und sähen, was ich da so anstelle in diesem World Wide Web. Der Rest der Familie ist da total mit drin, alle lesen meine Blogbeiträge und bekommen meine Aktivitäten rund ums Bloggen hautnah mit. Meine Neffen wachsen damit auf und sind schon im Kindesalter verrückt nach Youtube. Da muss man glaub ich nichts weiter erklären. Was den Begriff Influencer angeht, so ist das für mich eigentlich ein Unwort. Wenn sich Vierzehnjährige bei Instagram mit 200 Followern als “Influencer” bezeichnen, dann stimmt da meiner Meinung nach was nicht. Ich glaube das Wort “Influencer” wird viel zu inflationär benutzt und fälschlicherweise mit einem Beruf gleichgesetzt. Ein Blogger kann ein Influencer sein, muss er aber nicht zwangsläufig. Influencer heißt wörtlich übersetzt “Beeinflusser”. Das, was man tut, das Kochen, Backen, über Design schreiben, Basteln, Schreiben, etc. kann einem eine Expertise verleihen. Und genau daraus kann resultieren, dass man zum Influencer wird. Aber anfangen zu bloggen, zu youtuben, instagrammen oder was auch immer und sich das Prädikat Influencer zu geben eben ohne eine solche Expertise zu haben, finde ich einfach falsch.

blogfoster: Wie vernetzt Du Dich mit anderen Bloggern?

Tobias: Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit sich in Facebook-Gruppen zu vernetzen. Im Rhein-Main Gebiet sind wir gut vernetzt, da wir haben einen Stammtisch, wo wir uns in regelmäßigen Abständen treffen. Ich habe ein paar Jahre lang Bloggertreffen  auf Messen in Frankfurt organisiert.  So habe ich mir ein kleines Netzwerk aufgebaut. Da tauscht man sich aus und unterstützt sich gegenseitig.

blogfoster: Welche Social Media Channels lohnen sich als Traffic Quellen?

Tobias: Ich nutze im Moment vorwiegend Instagram und Facebook. Ich muss aber unbedingt bei Pinterest durchstarten. Ich bin da noch nicht ganz hintergestiegen, muss ich gestehen. In den letzten Monaten hatte ich nicht so viel Zeit, mich intensiv damit zu beschäftigen, habe es mir aber fest vorgenommen, weil ich glaube, dass Pinterest das Netzwerk mit dem meisten Potential ist, vor allem wenn man einen klassischen Blog schreibt und nicht nur ausschließlich Social Media Kanäle bedient.

Hast Du einen ultimativen Tipp für Blogger Anfänger?

Tobias: Authentisch und ehrlich sein. Das ganze am Anfang vielleicht nicht zu ernst zu nehmen. Man sollte nicht mit der Intention anfangen zu bloggen um gleich Geld damit zu verdienen oder gar reich werden zu wollen. Ich finde, man muss am Anfang noch kein Geld verdienen. Man sollte sich erst einmal darauf konzentrieren seinen Blog mit gutem Content zu füllen, dann wird man von ganz allein für Marken interessant. Ansonsten finde ich, dass blogfoster eine gute Möglichkeit ist, einen Einstieg zu finden. Die Leute können sich für die Kampagnen bewerben, der Kunde kann dann entscheiden, ob sich für ihn ein Blog mit z.B. anfänglich 500 Lesern lohnt. Ich glaube, man merkt, ob jemand wirklich anfängt zu bloggen, um damit Geld zu verdienen, oder weil er Spaß daran hat. Als ich 2013 angefangen habe, stand völlig außer Frage, damit Geld zu verdienen. Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen. Das hat sich in den letzten Jahren einfach so entwickelt.  Eine schöne Entwicklung, wie ich heute finde, aber eine Monetarisierung sollte nicht primär das Ziel sein, einen Blog zu starten.

blogfoster: Vielen Dank für das Gespräch und Deine Zeit, lieber Tobias!

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