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Die Suche nach kreativen Foto-Ideen: Eine Ideensammlung

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Gerade als Blogger ist es so cool, wenn deine Fotos im Blog eine Geschichte erzählt, ein gutes Bildkonzept beinhaltet oder einfach durch Farben oder Formen den Wow-Effekt beim Betrachter erzeugt. Denn dann macht es den Lesern deines Blogs noch mehr Spaß deine Artikel zu lesen. Dafür fordere ich mich als Blogger zum Thema Fotografieren immer neu heraus, denn das motiviert mich zu neuen kreativen Foto-Ideen. Aber wie gehe ich das an? Wie entwickele ich neue Bildideen? Das ist gar nicht so einfach. Oder doch? Ich habe mich in den letzten Monaten viel damit beschäftigt und ein Buch zum Thema “kreative Foto-Ideen” geschrieben.

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Foto: Die Oberbaumbrücke in Berlin: Eine Faszination liegt in der Mischung aus reduziertem Bildausschnitt und einen tollen Muster.

Finde deine Frequenz

Ich habe festgestellt, dass mir eine gewisse Regelmäßigkeit und Routine in meiner Fotografie sehr hilft. Manchmal wird Routine als Lähmung für den kreativen Prozess bezeichnet. Das kann ich für mich nicht bestätigen. Sie hält mich warm und die Ideen im Gang. Du wirst merken, wie die tägliche oder auch wöchentliche Routine dich weniger über die Technik nachdenken lässt und Kreativität zu Tage fördert.

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Faszinierend: Unschärfe als kreatives Gestaltungsmittel erzeugt aus einem Schneetreiben auf dem Berliner Oranienplatz.

Mach deine Hausaufgaben

Eine der wichtigsten Grundlagen für einen souveränen Umgang mit neuen Ideen war für mich, dass ich nicht mehr so viel über Technikkram stolpere, sondern einfach ein gutes Foto mache. Dazu gehört es die Grundlagen zu beherrschen. Also sollten diese Grundlagen (ISO, Blende, Belichtungszeit …) geläufig sein und deine Ideen unterstützen. So weißt du nicht nur was du tust, sondern auch wie du es tust beziehungsweise zu einer Lösung kommst. Aber natürlich sollte es den nötigen Platz bekommen. Stress dich nicht und hab Geduld mit dir und vor allem: Hab Spaß an dem, was du tust und was du fotografierst! Und wenn du ein paar schnelle und zudem super einfache Ideen suchst habe ich hier Tipps zum Fotografieren lernen inkl. einem Pdf zum Download.

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Badetag: Kehre deine Ideen ins Gegenteil um – so wird aus dem Badetage auch mal der verfallene Lost Place als faszinierende Kulisse.

Denke an das Gegenteil

In der Regel hörst du ein Stichwort und hast ein Foto im Kopf. Oder? Hast du mal ausprobiert, was das Gegenteil wäre? Du hörst Blume und denkst an frisch, hell, Wiese oder eine schöne Vase. Was wäre, wenn du es ins Gegenteil umkehrst und an dunkel, verwelkt und Vergangenheit denkt? Was passiert, wenn du deine Kreativität ankurbelst und alle Ideen ins Gegenteil umkehrst? So wird der Badetag vielleicht zu einem mysteriösen Foto einer verfallenen Badeanstalt.

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Ein Selfie in minimalistischer Kulisse: Überdenke deine Ideen und setzte nicht immer gleich auf die erste Idee.

Setzte Tabus

Es kann inspirierend wirken, wenn du dir Tabus setzt. Was im ersten Moment als Hemmnis verstanden wird, kann sehr beflügelnd sein. Du willst ein Foto von heiß und kalt machen, darfst aber kein Feuer oder Eis zeigen. Probiere es einmal aus! Du denkst plötzlich um die Ecke und kommst auf ganz neue Ideen.

Verändere die Perspektiven

Mach dich auf die Suche nach neuen Perspektiven. Suche dir ein passendes Motiv und variiere die Perspektive. Aus wie vielen Sichtweisen lässt sich die Situation darstellen: Hinknien, auf einen Stuhl stellen, Kamera drehen, auf die Trittleiter stellen, auf den Boden legen? Wie verändert sich die Bildwirkung?

Denke in Formen

Versuche einmal, dein Motiv nur auf Formen zu reduzieren und die Wirklichkeit zu vergessen. Oder sind die Formen die Wirklichkeit? Egal, nähere dich deinem Motiv sehr abstrakt. Dabei helfen die Rahmen (Fensterrahmen, Türen, Tordurchfahrten), Linien (Steine, Gehweg, Laternen) oder jegliche anderen, formgebenden Elemente.

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Das Treppenhaus um 90 Grad gedreht: Wenn du dich auf Formen reduzierst, wirst du ganz neue Bilder im Bild entdecken.

Nicht stehen bleiben: deine fotografische Entwicklung

Alle solche Ansätze, Ideen, Limitierungen und Einfälle sind perfekt für deine kreative und fotografische Entwicklung. Durch Aufgaben kannst du dich Woche für Woche neu herausfordern.

Aber lerne dich zu reflektieren und stelle dir immer wieder Fragen. Wie ist dein Foto-Projekt gelaufen? Welche Details kamen zum Einsatz und hast du auf die Bildgestaltung geachtet.

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Das Buch KREATIVE FOTO-AUFGABEN – Woche für Woche bessere Fotos

In meinem Buch „KREATIVE FOTO-AUFGABEN – Woche für Woche bessere Fotos“ habe ich jede Menge Foto-Inspirationen in 52 Foto-Aufgaben verpackt. Damit ermuntere ich dich regelmäßig deine Kamera in die Hand zu nehmen und eigene Ideen zu entwickeln. Oder wenn du Lust hast dich immer wieder auszuprobieren, kannst du auch gerne mal mit mir auf einen Fotoworkshop oder Fototour durch Berlin gehen.

Zum Abschluss möchte ich dir gerne noch mein kostenloses E-Book „Fotografieren lernen: 5 Tipps für tolle Fotos“ schenken. Das kannst du dir auf meiner Webseite gratis runterladen.

Text & Fotos: Lars Poeck

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Über Lars Poeck: 
Lars Poeck hat sich das Fotografieren selbst beigebracht. Über 60.000 Fotografie-Begeisterte verfolgen monatlich auf seinem Blog www.ig-fotografie.de Foto-Tipps und Inspirationen. Nachdem er 2015 mit “Fotografieren in Berlin: 101 tolle Bildideen in der Hauptstadt” einen Reiseführer für Fotografie-Einsteiger veröffentlicht hat, ist nun mit dem Buch “Kreative Foto-Aufgaben: Woche für Woche bessere Fotos” eine anregende Ideensammlung für Fotografen erschienen. Bei einem kreativen Fotowalk hast du zudem die Chance all das live auszuprobieren.