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Facebook Werbeanzeigen für Blogger – Zielgruppendefinition

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Im letzten Artikel haben wir Dir erklärt, wie man Ziele für die Facebook Werbeanzeigen festlegt und welche Kampagnentypen es gibt.

In diesem Artikel gehen wir auf die Details der Anzeigengruppen ein und zeigen Dir, wie Du Deine Zielgruppe definieren kannst.

Wenn Du Dich für einen Kampagnentyp entschieden hast, kannst Du Deine Zielgruppe im nächsten Schritt auswählen. Die Vorgehensweise ist bei allen Kampagnentypen sehr ähnlich.

Zuerst musst Du Deiner Anzeigengruppe einen Namen geben. Im nächsten Schritt wählst Du aus, wohin Du Deinen Traffic leiten möchtest (Traffic Kampagne) oder wo Du Deine Anmeldungen (Conversion Kampagne) verfolgen möchtest. Die genaue URL, wirst du später eingeben. Um Deine Conversions zu verfolgen, musst Du einen Facebook Pixel auf Dein Blog installieren. Hier findest Du eine Anleitung.

Wen willst Du mit Deiner Anzeige erreichen?

Definiere Deine Zielgruppe. Der Erfolg Deiner Kampagne hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die richtige Zielgruppe spielt dabei eine sehr wichtige Rolle.

Custom Audiences: Wenn Du in Deinem Werbeanzeigenmanager auf die Zielgruppen klickst, kannst Du eine Zielgruppe erstellen.

Dafür stehen Dir vier Optionen zur Verfügung (allerdings sind nur drei davon für Blogger relevant):

Kundendatei: Du kannst eine Excel Liste mit verschiedenen E-mailadressen, Vor- und Nachnamen und anderen Daten von Deiner vorhandenen Zielgruppe hochladen. Die Daten werden von Facebook anonymisiert, trotzdem musst Du die Datenschutzgesetze beachten, wenn Du zB. Deine Newsletter-Abonnentenlisten hochladen möchtest.

Websites-Traffic: Du kannst eine Zielgruppe mit den Nutzern, die Dein Blog besucht haben erstellen. Außerdem ist es möglich, nur die Personen auswählen, die bestimmte Seiten auf Deinem Blog besucht haben. Weiterhin kannst Du festlegen, wie viel Zeit diese Besucher auf Deinem Blog verbracht haben. So kannst Du zum Beispiel die Nutzer ausschließen, die weniger als 1 Minute auf Deinem Blog waren.

Interaktionen auf Facebook: Du kannst die Zielgruppen erstellen, die mit Deiner Facebook Seite interagiert haben. Dabei stehen Dir folgende Interaktionsarten zur Verfügung:

Interaktionen auf Facebook: Du kannst die Zielgruppen erstellen, die mit Deiner Facebook Seite interagiert haben. Dabei stehen Dir folgende Interaktionsarten zur Verfügung:

  • Video – Personen, die sich Deine Videos angeschaut haben. Hier kannst Du auch die Personen auswählen, die sich Deine Videos bis zum Ende angeschaut haben.
  • Lead-Formular – Personen, die Dein Lead Formular geöffnet oder ausgefüllt haben.
  • Canvas – die Personen, die Dein Canvas geöffnet haben. Im nächsten Artikel wird genauer erklärt, was ein Canvas ist.
  • Facebook-Seite – Mit dieser Zielgruppe kannst Du z.B. die Follower Deiner Facebook-Page über neue Blog-Beiträge informieren oder Deinen Blog Newsletter bewerben.

Dabei hast Du verschiedene Möglichkeiten Deine Follower zu erreichen:

– Du kannst alle Nutzer auswählen, die generell mit Deiner Seite interagiert haben

– alle, die Deine Seite besucht haben

– alle, die mit Deinen Facebook-Beiträgen oder einer Werbeanzeige interagiert haben

– alle, die auf Deiner Seite auf Deinen CTA-Button geklickt haben

– alle, die eine Nachricht an Deine Seite geschickt haben

– alle, die Deine Seite oder Deine Beiträge gespeichert haben

Bei allen Custom Audiences kannst Du außerdem bestimmen, innerhalb welcher Zeiträume die Personen einer jeweiligen Zielgruppe zugeordnet werden sollen. Maximaler Zeitraum ist dabei auf 365 Tage beschränkt.

Deine Custom Audiences können auch von Kampagnen ausgeschlossen werden.

Wenn Du eine vorhandene Zielgruppe erstellt hast, kannst Du sogenannte Lookalike Zielgruppen erstellen. Damit findest Du Personen auf Facebook, welche Deinen Lesern sehr ähnlich sind und gleiche bzw. ähnliche Verhaltensmerkmale aufweisen. So kannst Du neue potenzielle Leser erreichen, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit für Deine Blog-Inhalte interessieren werden.

 

Die Größe einer Lookalike Audience hängt von der Anzahl aller Facebook-User in dem von Dir ausgewählten Land ab. Du kannst dabei immer zwischen 1% bis 10% aller Facebook-User eines Landes, welche Ähnlichkeiten mit Deiner vorhandenen Zielgruppe haben, erreichen. Wenn es also im Land ca. 10. Millionen User Facebook benutzen, bedeutet dies, dass die Größe einer Lookalike Audiences zwischen 100.000 und 1.000.000 Personen erstellt werden kann. Das Erstellen einer Lookalike Audiences mit 3-10% erhöht zwar die potenzielle Reichweite, reduziert aber die Ähnlichkeit mit Deiner eigenen vorhandenen Reichweite.

Wenn Du Deine Custom Audience erstellt und ausgewählt hast, kannst Du Dich entscheiden, wo Du Deine potenziellen Leser erreichen möchtest. Hier kannst Du mehrere Länder, Regionen oder Städte gleichzeitig auswählen. Im nächsten Schritt kannst Du Mindest- und Höchstalter und das Geschlecht Deiner Zielgruppe und die Sprache auswählen. Die Sprache auszuwählen macht vor allem in den mehrsprachigen Ländern, wie der Schweiz, Sinn.

Weiterhin kannst Du Deine Zielgruppe noch genauer definieren und Interessen hinzufügen, die Deine potenziellen Leser haben. Dabei wird zwischen demographischen Angaben, Interessen, Verhalten und weiteren Kategorien unterschieden. Bei den demographischen Angaben kannst Du zB. andere Blogger erreichen, wenn Du in den Berufsbezeichnungen nach Blogger suchst. Bei Interessen kannst Du Nutzer auswählen, die sich für bestimmte Facebook-Seiten oder bestimmte Blog-Themen interessieren. Denke hier nach, welche Blogs und Zeitschriften Deine potenziellen Leser lesen. Wenn Du zB. nach Blog suchst, wird Dir rechts angezeigt, zu welcher Kategorie das Interesse gehört. Wenn Du Blog als Arbeitgeber auswählst, werden andere Blogger Deine Zielgruppe sein; wenn Du Blog als Interesse auswählst, werden alle Facebook Nutzer, die sich für Blogs interessieren, Deine Anzeige bekommen.

Du kannst auch verschiedene Interessen kombinieren oder ausschließen. Je detaillierter Deine Zielgruppe ist, desto geringer sind Deine Streuverluste und günstiger Deine Anzeige.

Als letzte Zielgruppen-Einstellung stehen Dir noch die Verbindungen zu Verfügung. Damit kannst Du Personen, die eine Verbindung zu Deiner Facebook Page haben, erreichen. Zum Beispiel, die Follower von Deiner Facebook Seite oder aber auch deren Freunde. Du kannst aber auch die Personen ausschließen, denen Deine Facebook Seite gefällt.

Die von Dir ausgewählte Zielgruppe kannst Du abschließend speichern, wenn Du sie in verschiedenen Kampagnen benutzen möchtest.

Im nächsten Schritt kannst Du festlegen, wo Deine Anzeige ausgespielt wird. Du kannst Facebook entscheiden lassen; dabei musst Du aber beachten, dass der gleiche Content auch zB. auf Instagram angezeigt wird. Wenn Du auf „Platzierungen bearbeiten“ klickst, kannst Du auswählen, dass Deine Anzeige nur den Nutzern angezeigt wird, die Facebook auf ihrem Handy benutzen oder nur auf ihrem Computer.

Wenn Du auf Facebook Pfeil klickst, kannst Du entscheiden, ob Deine Anzeige im Feed oder auf der rechten Spalte gezeigt wird. Am Anfang kannst Du verschiedene Möglichkeiten testen, um zu verstehen, wo Du Deine potenziellen Leser am günstigsten erreichen kannst.

Unter Instagram kannst Du auswählen, ob Deine Anzeige im Instagram Feed oder in den Stories ausgespielt wird.

Audience Network: Das Facebook Audience Network ist ein Werbenetzwerk außerhalb von Facebook. Damit kannst Du die Nutzer von Facebook Partner Apps erreichen.

 

Letzter Schritt: Dein Anzeigen-Budget festlegen. Hier kannst Du Dich zwischen Tages- und Laufzeitbudget entscheiden. Wenn Du Laufzeitbudget wählst, ist der von Dir eingegebene Betrag der Maximalbetrag, den Du während der gesamten Laufzeit Deiner Kampagne auszugeben bereit bist.

 

Wenn Du Dein Budget festgelegt hast, zeigt Facebook Dir auf der rechten Seite des Werbeanzeigenmanagers an, wie groß die potenzielle Gesamtreichweite der festgelegten Zielgruppe ist. Die Anzahl der Personen, die Du mit Deiner Kampagne erreichen kannst, ist abhängig vom Budget.

 

Wenn Du Dich für ein Laufzeitbudget entscheidest, kannst Du auch auswählen, an welchen Tagen und um welche Uhrzeit Deine Anzeige ausgespielt wird. Am Anfang empfehlen wir Deine Anzeige nicht zu begrenzen. Wenn Du genug Daten hast, kannst Du Deine Anzeigen später optimieren.

 

Im nächsten Schritt kannst Du Deine Anzeigen für bestimmte Ziele optimieren. Am Anfang empfehlen wir auch hier Facebook die Optimierung für die Auslieferung von Werbeanzeigen durchzuführen zu lassen. Deine Auswahl hat Einfluss darauf, welche Facebook-Nutzer Deine Werbeanzeigen sehen. Auch hier empfehlen wir zuerst die Anzeigen durchzutesten.

Beim Gebotswert legst Du fest, ob Facebook automatisch für Dich ein Gebot bestimmen soll oder ob Du manuell ein Gebot festlegen möchtest.  Mit einem manuellen Gebot kannst Du entscheiden, wie viel Du bereit bist für ein Klick auf Dein Blog zu bezahlen. Hier kann man auch erst mal Erfahrungswerte sammeln.

 

Wie in vielen Online Marketing Bereichen, gilt auch für Facebook-Werbeanzeigen: testen, testen, testen. Denn nur so kannst Du Deine perfekte Zielgruppe finden.

Im nächsten Artikel erklären wir, wie Du eine Anzeige gestaltest und welche Anzeigearten es gibt.

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